ELDIS 3 – neue Features für mehr Effizienz, Sicherheit und Integration

Einsatzleitstellen stehen heute vor der Aufgabe, immer komplexere Informationen in kürzester Zeit zu verarbeiten und fehlerfrei weiterzugeben. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird ELDIS 3 kontinuierlich weiterentwickelt. In den vergangenen Monaten sind zahlreiche neue Funktionen hinzugekommen, die Arbeitsabläufe vereinfachen, Sicherheit erhöhen und Schnittstellen erweitern.

Effiziente Abläufe bei „Angemeldeten Arbeiten“

Das Modul „Angemeldete Arbeiten“ ist ein wichtiges Werkzeug, um Fehleinsätze bei Melderalarmen während Bau- oder Wartungsarbeiten zu vermeiden. Mit den jüngsten Erweiterungen wird die Erfassung deutlich vereinfacht und präziser gestaltet:

  • Erstellung auf Basis vorhandener Zonen: Statt Daten doppelt einzutragen, können angemeldete Arbeiten direkt aus bestehenden Bereichen wie Entrauchung, ELA oder Löschbereichen abgeleitet werden.
  • Detaillierte Ortsangabe: Gebäude, Ebenen, Räume und Objekte lassen sich in Kombination auswählen, was die Genauigkeit der Zuordnung erhöht und Nachvollziehbarkeit schafft.

Verbesserte Steuerung von Meldern

Die Handhabung von Meldern wurde ebenfalls optimiert, um Fehlbedienungen zuverlässig auszuschließen. Leitstellenpersonal sieht künftig nur noch jene Steuerungsarten, die von der jeweiligen Anlage unterstützt werden. Ergänzend dazu wurden zwei weitere Funktionen eingeführt:

  • Direktes Feedback: Jede Steuerung wird unmittelbar rückgemeldet, sodass die Nutzer*innen den aktuellen Status sofort erkennen.
  • Lastmanagement: Um Meldesysteme nicht zu überlasten, kann die Zahl paralleler Steuerungen gezielt begrenzt werden.

Mehr Sicherheit in der Kommunikation

Mit den aktuellen Updates wird die interne Kommunikation von ELDIS 3 noch sicherer:

  • TLS-Verschlüsselung im Xms-Protokoll: Das zwischen ELDIS-Anwendungen genutzte Protokoll kann nun optional verschlüsselt werden, um sensible Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
  • Benutzerauthentifizierung via Active Directory: Der Login erfolgt über das bestehende Windows-AD. Damit können Konten zentral verwaltet und gesperrt werden, während Passwortrichtlinien automatisch greifen. Nutzer*innen müssen ihre Zugangsdaten nicht mehr doppelt pflegen.

Erweiterte Schnittstellen und Integrationen

Ein wesentlicher Vorteil von ELDIS 3 ist seine hohe Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme. Diese wurde in den letzten Monaten weiter ausgebaut:

  • UCRI-Schnittstelle 1.1: Neben Version 1.0 unterstützt ELDIS nun die erweiterte Version 1.1 mit zusätzlichen Datenfeldern.
  • Rescuetrack-Integration: Für Routing-Berechnungen kann nun Rescuetrack genutzt werden. Das ermöglicht exaktere Routenführungen und bessere Visualisierung in GEO.
  • MSD V3 im eCall: Neben dem bisherigen Format verarbeitet ELDIS jetzt auch das neueste Datenformat für Fahrzeugnotrufe.
  • Automatische Einsatzdaten-Aktualisierung via eDES: Nur tatsächlich relevante Änderungen an alarmierten Einsätzen werden automatisiert weitergeleitet – ein Beitrag zur Informationsqualität.
  • Neuer AML-Parser für Österreich: Mit dem aktuellen Parser bleibt die Verfügbarkeit von AML-Daten auch nach Abschaltung älterer LIS-Server gewährleistet.