40 Jahre Landeswarnzentrale Steiermark
Eine österreichweit richtungsweisende Erfolgsgeschichte.

Am 1. Oktober 1985 nahm die erste Landeswarnzentrale Österreichs ihren Betrieb in der Steiermark auf. Sie diente als Modell für die 1987 gegründete Bundeswarnzentrale und alle weiteren Landeswarnzentralen. Ziel war es, sowohl Einsatzkräfte als auch die Bevölkerung in Katastrophen- und Krisensituationen zuverlässig zu alarmieren.

Von der ersten Sirene zum modernen Warnsystem

Bereits 1973 wurden einheitliche Sirenenwarnsignale eingeführt und in der Steiermark die erste Teststrecke mit siebzehn Funkstandorten aufgebaut. Nach erfolgreicher Testphase entstand bis 1985 ein landesweites Sirenenalarmnetz. Heute sorgt ein Netzwerk aus rund 1.300 Sirenen, zentral gesteuert von der Landeswarnzentrale Steiermark, für die Sicherheit der Bevölkerung. Seit 2024 ergänzt das österreichweite Bevölkerungswarnsystem AT-Alert das Netz und ermöglicht die zentrale Warnung per Mobiltelefon bei akuten Gefahren.

Drehscheibe für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz

Die Landeswarnzentrale hat sich über Jahrzehnte als zentrale Institution für Sicherheit und Krisenmanagement etabliert. Zu ihren Aufgaben zählen die Alarmierung der Bergrettung und weiterer spezieller Rettungsdienste, die Koordination zwischen Polizei, Bundesheer, Bezirkshauptmannschaften, Landesdienststellen und dem Büro des Landeshauptmanns sowie diverse administrative Tätigkeiten. Auch Assistenzanforderungen an das Bundesheer, etwa nach Überschwemmungen oder Murenabgängen, sowie die Warnung der Bevölkerung bei atomaren Krisen laufen über die Landeswarnzentrale.

Moderne Einsatzleittechnik im Wandel der Zeit

Die wachsenden Aufgaben führten zu einer Personalaufstockung von fünf auf zwölf Leitstellendisponenten und zur Einführung des eurofunk-Einsatzleitrechnersystems ELDIS vor über 25 Jahren. ELDIS bündelt alle wichtigen technischen Systeme, steuert diese zentral anhand von Alarmplänen, Checklisten und Maßnahmen und wird kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Aktuell wird das System um zwei Arbeitsplätze und zusätzliche Funktionen der neuesten Softwareversion erweitert.

Die zentrale Aufgabe der Landeswarnzentrale ist es, Menschen, die Hilfe benötigen, mit denen, die Hilfe leisten können, zu verbinden. Dabei werden die Disponenten durch das Einsatzleitsystem optimal unterstützt, erklärt Günter Hohenberger, Leiter der Landeswarnzentrale Steiermark.

„Die Kernkompetenz der Mitarbeiter der Landeswarnzentrale liegt darin, Menschen, die Hilfe benötigen, mit denen, die Hilfe leisten können, zu verbinden. Dabei werden sie durch das eurofunk-Einsatzleitrechnersystem optimal unterstützt.“
Günter Hohenberger Leiter der Landeswarnzentrale Steiermark

eurofunk bedankt sich herzlich bei allen Mitarbeitern der Landeswarnzentrale Steiermark für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünscht alles Gute zum Jubiläum!